08.08.2014

Von Neumexiko nach Hiroshima und Nagasaki

Eine Bushaltestelle in Los Alamos
In diesen Tagen jähren sich die beiden Atombombenabwürfe von Hiroshima (6. August) und Nagasaki (9. August). Die beiden Bomben wurden in Neumexiko entwickelt und getestet. Darüber habe ich schon vor der Reise nach Santa Fe in einem Post berichtete.

Wer in Neumexiko unterwegs ist, stolpert vermutlich unweigerlich über die Spuren, die das Atombombenprogramm der USA dort hinterlassen hat. Los Alamos, wo das Geheimprojekt "Manhattan" verwirklicht wurde, nennt sich noch immer stolz "atomic city". In den Los Alamos National Laboratory, einer der wichtigsten und größten Forschungseinrichtungen in den USA, wird nach wie vor zu Nuklearwaffen geforscht.

Ein wenig bizarr war meine erste Begegnung mit dem Atomprogramm in Santa Fe. Während einer Stadtführung kam unsere Gruppe auch an die Stelle, wo der Kopf des Manhattan-Projekts, der Physiker Robert Oppenheimer, sein erstes Büro hatte. In dem Gebäude an der Palace Avenue, in dem heute gläserne Chili-Schoten und andere Souvenirs verkauft werden, erinnert eine Plakette im Innenhof daran (die ich versäumt habe zu fotografieren). Wir standen dort zwischen all dem bunten Krempel und wurden an die Schrecken erinnert, die von hier ihren Ausgang nahmen.
Oppenheimer und seine Leute arbeiteten zunächst von Santa Fe aus, weil sie warten mussten, bis die Forschungsstadt in dem 60 Kilometer entfernt liegenden Los Alamos fertiggestellt war. Santa Fe erlebte damals durch den Zuzug so vieler Menschen in die Region - in Los Alamos arbeiteten Zehntausende - einen wirtschaftlichen Aufschwung, denn in Los Alamos war ja nichts los, und so kamen die Leute zum Einkaufen oder zum Vergnügen oft in die Stadt.

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