14.10.2013

Gleich geht's los

Gleich geht's los. Ich sitze in Hamburg auf dem Flughafen und warte darauf, an Bord gehen zu können. Bis jetzt ist alles  gut gegangen.
In gut einer Stunde bin ich in London. Da gibt es erstmal ein Pint.
Auf dem Hamburger Flughafen. Die Maschine nach London steht schon bereit.

12.10.2013

Kurz vor dem Abflug

Noch knapp zwei Tage bis zum Abflug nach Santa Fe. Meine Maschine geht am Montag um 11.15 Uhr ab Hamburg. Ich kann nicht verhehlen, dass ich aufgeregt, gespannt und nervös bin. Es kann ja allerhand passieren. Es fühlt sich an wie ein großes Abenteuer, wie eine Entdeckungsreise.

Der Herbst ist da
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Ich muss nur noch den Koffer packen. Da ist die ewige Frage: Was nehme ich mit, was ziehe ich an? In Neumexiko ist der Herbst eingezogen. Bis vor ein paar Tagen lagen die Temperaturen tagsüber noch bei über 20 Grad, mittlerweile liegen die Voraussagen für die nächsten Tagen zwischen 13 und 17 Grad, und es könnte gelegentlich sogar ein wenig regnen.

Unklar ist auch immer noch, was ich mir in Neumexiko ansehen werde. Beim Shutdown ist noch kein Ende abzusehen. Wenn sich Obama bis Ende der Woche nicht mit den Republikaner einigt, kann ich den Bandelier-Nationalpark abschreiben, was wirklich sehr schade wäre. Meine Hoffnung: Weil die USA ab kommenden Donnerstag zahlungsunfähig wären, wenn sie die Schuldengrenze nicht anheben, wird sich bis dahin etwas tun. Fraglich ist aber immer noch, ob sich der Normalzustand umgehend einstellen wird. Heute gehen die Gespräche, Verhandlungen und Abstimmungen in Washington weiter.

02.10.2013

USA wird runtergefahren

So ein Mist! Ich will nach Amerika, und das Land wird aus Geldmangel runtergefahren. Dieser "shutdown" führt dazu, dass Parks, Museen und andere Einrichtungen geschlossen werden, unter anderem das Bandelier National Monument, das wegen seiner Ruinen und der Wildnis drumherum nach dem Taos-Pueblo ganz oben auf meiner Sightseeing-Liste steht. Ob Obama das innerhalb der kommenden zwei Wochen wieder hinbekommt? Sonst muss ich meinen ausgetüftelten Besichtigungsplan umarbeiten.

Man muss sich das einmal vorstellen: Hunderttausende Staatsdiener müssen zu Hause bleiben, bekommen zum Teil kein Geld mehr. Betroffen sind auch Pensionäre, für deren Pensionen kein Geld zur Verfügung steht, weil die Republikaner mit ihrer Blockade den Verzicht Obamas auf die Gesundheitsreform erzwingen wollen. Die Leute, die im öffentlichen Dienst arbeiten, sind die Gearschten und müssen hinterher auch noch die Wut derjenigen abfangen, die wegen des shutdowns ihre Angelegenheiten nicht erledigen konnten.

Immerhin, die Grenzbeamten dürfen weiter ihrem Job nachgehen. Man kommt also ins Land rein. Es wird jedenfalls eine spannende Reise.

16.09.2013

Jetzt der Regen

Nach der Dürre, der Hitze und dem Feuer kam das Wasser: Starker Regen hat in Neumexiko für Überschwemmungen gesorgt. Einige Wasserläufe sind über die Ufer getreten, ein Mensch ist ums Leben gekommen, als sein Auto von einer Flutwelle erfasst und eine Meile mitgerissen wurde. Die Bahnverbindung zwischen Santa Fe und Albuqueque ist unterbrochen, weil eine Brücke beschädigt wurde, mehrere Straßen sind unpassierbar geworden, zahlreiche Häuser wurden überflutet.

Allerdings ist es rund um Santa Fe bei weitem nicht so schlimm wie in Colorado. Dort hat es mehrere Tote gegeben, und es werden Hunderte Menschen vermisst.

23.08.2013

Es geht tierisch ab

Schwarzschwanz-Klapperschlange / Foto: Dawson 
In Neumexiko gibt es noch richtige Wildnis, und zwar nur einen Katzensprung entfernt von der Zivilisation. Wildnis heißt natürlich auch wilde Tiere. Dort leben Klapperschlangen und Pumas. Dieser Tage hat offenbar ein Bär das Bandelier National Monument, das ganz oben auf meiner Sightseeing-Liste steht, heimgesucht.

Ich werde bei meinen Ausflügen wahrscheinlich keinen Bären sehen, und auch andere große Säugetiere sind eher zu scheu, um sich vor Menschen blicken zu lassen. Aber mal einen Koyoten in freier Wildbahn zu beobachten, hätte schon was.

Wahrscheinlich reicht es nur für ein paar Vögel und Insekten. Aber auch das kann ja ganz spannend werden.

12.08.2013

Eine Wortmeldung

Der Termin meiner Reise nach Neumexiko nähert sich; es sind nur noch zweieinhalb Monate (was da nicht alles passieren kann!). Aber es gibt nichts umwerfend Interessantes aus Neumexiko zu berichten. Das Wetter in Santa Fe ist ganz erträglich (im Moment etwas wärmer als bei uns), die Waldbrände sind offenbar keine große Gefahr mehr, nachdem es dort heftig geregnet hat.

Der Rio Grande, der Neumexiko auf einer Länge von etwa 750 Kilometern von Norden nach Süden durchfließt, hat nach drei trockenen Jahren den niedrigsten Wasserstand seit mehr als 20 Jahren. Bin gespannt, was ich vom Fluss noch sehe. Eine Fahrt zur Rio-Grande-Schlucht bei Taos steht auf meinem Besuchsprogramm.

Für die Paleoamerican Odyssey Conference ist das Programm erheblich erweitert worden. Außer den zahlreichen Kurzvorträgen an drei Tagen sind einige Workshops hinzugekommen sowie Dutzende von kurzen Poster-Präsentationen. Mein Vorhaben, möglichst alles mitzunehmen, was geboten wird, hat sich damit zerschlagen. Dieses Programm schafft kein Mensch.

04.07.2013

Was für eine Hitze

Nach zwei Wochen England und einer Woche offline wegen technischer Probleme wird es mal wieder Zeit, an dieser Stelle etwas zu posten. Es ist inzwischen Juli und mein Neumexiko-Tripp rückt allmählich in sichtbare Entfernung. Es sind jetzt noch drei Monate.

 Lykaestria at the English language Wikipedia
Foto:  Lykaestria at the English language Wikipedia
Bis dahin wird sich vermutlich die große Hitze gelegt haben. Im Westen der USA ist in den letzten Tagen und Wochen wohl ein Temperaturrekord nach dem anderen gebrochen worden. Im Death Valley, ohnehin einer der heißestes Orte der Erde, wurden wahre Supertemperaturen erreicht. Nach Angaben des National Weather Service wurden am Montag 129 Grad Fahrenheit (53,9 Grad Celsius) gemessen, an einigen nicht amtlichen Thermometern sogar bis 132 Grad Fahrenheit (siehe Los Angeles Times). Da ist es nicht mehr weit zum Weltrekord von 134 Grad Fahrenheit (56,7 Grad Celsius), gemessen am 10. Juli 1913 in Death Valley. Also genau vor 100 Jahren - wenn das kein Grund zu feiern ist.  Im Moment, wo ich diese Sätze schreibe, zeigt das Thermometer dort "nur" 47 Grad an. In Neumexiko war es heiß, es ist aber inzwischen schon erfrischend kühler geworden (unter 30 Grad Celsius).

Die anhaltende Hitze und Trockenheit hat, darüber schrieb ich vor einiger Zeit, zu ausgedehnten Waldbränden geführt. In Arizona, lasen wir auch bei uns in der Presse, sind 19 Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Im Gila-Nationalpark in Neumexiko hat sich das Silver Fire (netter Name) auf eine nie dagewesene Fläche von mehr als 280 Quadratkilometer ausgebreitet.

Ausführliche Infos rund um Wetter und Klima liefert Climate Central.